Baß Antriebstechnik Gebsattel: Anhaltend auf Wachstumskurs

Seit mehr als 50 Jahren produziert die Baß Antriebstechnik GmbH Getriebe, Sondergetriebe, Freiläufe, Rücklaufsperren, Überholkupplungen und Reibschlussverbindungen und hat in dieser Zeit eine führende Marktstellung in ihrem Segment erreicht. Das sind vor allem Agrar- und Kommunaltechnik. Für die großen und kleinen deutschen Hersteller von Landmaschinen und Geräten im kommunalen Einsatzbereich ist Baß Antriebstechnik ein meist unersetzlicher Systemlieferant und Technologiepartner. Auch Windkraftanlagen arbeiten mit Antriebsteilen, die Baß entwickelt und produziert.

Gebsattel ist die wichtigste und größte der drei Betriebsstätten der Unternehmensgruppe Baß. Die beiden anderen Standorte liegen in Thüringen: Die seebatech Präzisionsmaschinenbau GmbH in Meiningen-Seeba – ihr Fertigungsschwerpunkt ist die Bearbeitung von Gehäusen auf CNC-Bearbeitungszentren sowie das CNC-Drehen und Verzahnen – und die Saalfelder Zahnradfabrik GmbH in Unterwellenborn-Saalfeld , ein Spezialist im Bereich des Zahnflankenschleifens und der Komplettfertigung von Lohnverzahnungen. 1989 hat sich das Unternehmen in Gebsattel angesiedelt, nachdem das damalige Firmengelände in Rothenburg o. d. T. den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde. Auf dem Areal im östlichen Gemeindebereich konnte das Werk seine Fertigungskapazitäten seither in mehreren Stufen systematisch erweitern. Die letzten größeren Schritte waren:

  • 2008/2009 der Neubau einer Fertigungshalle mit einer Erweiterung der bisherigen Produktionsfläche um 40 Prozent und der Montagekapazität um das Doppelte,
  • 2009 der Bezug einer neuen Fertigungshalle für die patentierte Viehreinigungsmaschine, die unter der Markenbezeichnung KRAZZMAXX produziert und vertrieben wird,
  • 2010 die Fertigstellung eines neuen Messraumes und
  • 2011 die Anmietung einer benachbarten Lagerhalle.
  • Für 2013 ist der dringend notwendige Bau von neuen Bürogebäuden geplant.

Peter Baß leitet das Unternehmen seit 1969 sein Vater, der Firmengründer Karl Baß, mit dem Flugzeug tödlich verunglückte. Inzwischen unterstützt Dipl.-Ing. Friederike Baß ihren Vater. Peter Baß konnte das Unternehmen durch fortgesetzte Innovation auf einem anhaltenden technologischen und wirtschaftlichen Erfolgskurs steuern und seine Unabhängigkeit als inhabergeführtes Familienunternehmen erhalten. Sein Credo: "Optimale Lösungen für die Antriebstechnik sind das Ergebnis des Zusammenspiels durchdachter Konstruktion, qualifizierter Mitarbeiter und moderner Produktionstechnologie." In einer eigenen Konstruktionsabteilung entwickeln neun Mitarbeiter Bauteile für die Antriebstechnik, meist in enger Abstimmung mit dem Auftraggeber. Für die Produktion stehen mehr als 150 meist CNC-gesteuerte Werkzeugmaschinen bereit. Das Leistungsspektrum umfasst Wärmebehandlung, Einsatzhärten und Nitrieren. Baß bietet damit "Lösungen aus einer Hand".


Erfolgskurs mit qualifizierten Mitarbeitern


Das Unternehmen hat eine Reihe von Patenten erworben und hat manche Superlative zu verzeichnen, z. B. das leistungsstärkste Aggregat, ein Getriebe für eine Recyclingpresse mit 320.000 Nm Drehmoment und 4,7 t Gewicht. Es wurde zudem in einer extrem kurzen Zeit von nur zehn Wochen nach Auftragserteilung gebaut. Bei Baß Antriebstechnik in Gebsattel wurden auch zwei Getriebe für den leistungsstärksten Feldhäcksler der Welt gefertigt. Die Maschinen des Herstellers Krone, in denen die Getriebe zum Einsatz kommen, sind mit deutlich über 1.000 PS motorisiert. Der Motorabtrieb wurde nach Leistungsvorgaben des Kunden vom Konstruktionsbüro der Baß Antriebstechnik entwickelt und den erhöhten Leistungsanforderungen der neuen Motoren angepasst.

Die Unternehmensgruppe Baß beschäftigt rund 150 Mitarbeiter und verstärkt die Stammbelegschaft auftragsbedingt durch Zeitarbeitskräfte. Die Arbeitsplätze sind nahezu ausschließlich mit an CNC-Maschinen ausgebildetem Personal besetzt. In der Getriebemontage werden bevorzugt Mitarbeiter mit einer Ausbildung im Kfz-Bereich oder in der Wartung von Landmaschinen beschäftigt. Einen hohen Stellenwert hat die Ausbildung des Fachkräftenachwuchses im eigenen Unternehmen: Ein Ausbildungsmeister organisiert die Ausbildungsabteilung mit 15 bis 17 Auszubildenden. Alle zwei bis drei Jahre wird zusätzlich ein Ausbildungsplatz zum technischen Zeichner und für einen kaufmännischen Beruf angeboten.