Landhaus Zum Falken: Drei-Sterne-Glanzlicht in Tauberzell

Damit das leise Plätschern der lieblichen Tauber nicht vom lauten Knurren hungriger Mägen übertönt wird, gibt es zum Glück das "Landhaus zum Falken" in Tauberzell. Eine Einkehr in dieses gastronomische Dreisterne-Glanzlicht im idyllischen Tal ist immer ein Erlebnis – nicht nur für den verwöhnten Gaumen – denn bekanntlich hält gutes Essen Leib und Seele zusammen.

Mit Leib und Seele setzen deshalb Küchenchef Lars Zwick und sein Team alles daran, den Gaumen des anspruchsvollen Gastes zu verwöhnen. Sein fachliches Rüstzeug holte sich der in Nürnberg geborene und in Neumarkt in der Oberpfalz und Neustadt/Aisch aufgewachsene Inhaber des "Landhauses zum Falken" in dem bekannten Nürnberger Traditionslokal "Schwarzer Adler" in Kraftshof, wo die fränkisch-bodenständische Küche ihre Heimat hat. Eines der bekanntesten Nürnberger Feinschmeckerlokale, "Essigbrätlein" im Zentrum der Stadt, war nach der IHK-Prüfung die nächste berufliche Station, in der die Gäste mit internationaler Küche verwöhnt werden. Für den wissbegierigen Jungkoch war dies aber längst nicht genug.

Im "Da Gianni" in Mannheim, dem "wohl besten italienischen Restaurant nördlich der Alpen" – so die Kritikerstimmen – wurde er in die Geheimnisse der auf höchstem Niveau angesiedelten mediterranen Kochkunst jenseits des Brenners eingeweiht. Der folgende Berufssprung führte in die Wachau, ins "Landhaus Bacher" nach Mautern. Bei der hoch dekorierten "Grande Dame der österreichischen Küche", Lisl Wagner-Bacher, avancierte er zum Küchenchef.

Nach so viel Ausbildung und Fortbildung war der Sprung in die Selbstständigkeit nur noch eine logische Folge. So bot sich im Jahre 2000 die glückliche Chance, das "Landhaus zum Falken" in Tauberzell käuflich zu erwerben. Hier pflegt Küchenchef Lars Zwick selbstverständlich die fränkisch-hohenlohische Küche getreu dem Motto "Aus der Region – für die Region" mit den saisonalen Spezialitäten vom heimischen Wild, mit knusprig gebratenen Bauernenten oder mit fränkischem Spargel aus dem Kitzinger Gäu.

Eine besondere Spezialität sind die hausgemachten Bratwürste am Donnerstag und Freitag, die inzwischen so anlockend sind, dass sie schon am Tag ihrer Herstellung restlos verspeist werden. Etwas länger halten die anderen hausgemachten Spezialitäten: der bernsteinfarbene Honig aus der eigenen Imkerei und die hochprozentigen Brände aus heimischem Obst. Der Wein aus dem eigenen Weinberg ist eine weitere Besonderheit.

Zu all diesen Köstlichkeiten aus Küche und Keller gehört natürlich das passende Ambiente: eben das "Landhaus zum Falken" selbst mit seinen Räumlichkeiten für alle Gelegenheiten, Feste und Feiern und natürlich dem guten Geist im Service, der stets freundlichen IHK-geprüften Hotelfachfrau Melanie Beck. Sie liest den Besuchern (fast) jeden Wunsch von den Augen ab, sei es in der anheimelnden Gaststube oder im urigen Weinkeller. Wer mehr Platz braucht, kann mit seiner Tauf-, Hochzeits- oder anderer Feier-Gesellschaft die beheizte Scheune belegen. Sie ist auch bestens geeignet für Betriebsfeiern, Jubiläen und Seminare. Wer in den warmen Monaten lieber draußen bedient werden möchte, findet auf der Terrasse ein gemütliches Plätzchen unter der Markise. Und wer dem Himmel noch näher sein möchte, wird auch im Weinberg bedient – z. B. im Anschluss an eine Freilufthochzeit am Altarstein inmitten des "Hasennestles". Oder Individualisten können einen Tag lang in und vor der Winzerhütte die Seele baumeln lassen.

Wenn sich dann nach eines langen Tages Reise durch die Schönheiten des Taubertals und durch die Magengenüsse im "Landhaus zum Falken" die unvermeidliche Bettschwere einstellt, dann rufen die modern ausgestatteten Gästezimmer zur Nachtruhe. Wer noch nicht gleich einschlafen kann, darf sich noch mit Fernsehprogrammen an den Flachbildschirmen ablenken oder das kostenlose Wlan-Angebot nutzen.

Wenn er dann ausgeruht bei einem üppigen Frühstück den neuen Tag begrüßt, kann es sein, dass ihm schon die ersten neuen Gäste begegnen. Etwa jener Stammgast, der in Nürnberg sein Fahrrad in den Zug packt, nach dem Umsteigen in Steinach von Rothenburg aus den Taubertal-Radweg flussabwärts fährt und eigens wegen des Zwiebelrostbratens – "wie der Chef ihn mag" – im "Landhaus zum Falken" Einkehr hält.