Happy Ballooning: Reisen mit dem Wind über dem Rothenburger Land

Ein Ballon fliegt nicht, er fährt im Luftmeer. Passagiere des Rothenburger Ballonfahrers und Fluglehrers Georg Reifferscheid kennen den Unterschied spätestens, wenn sie nach ihrer ersten "Tour" durch die Lüfte – hoffentlich – sanft gelandet sind. Eine "Taufurkunde" bescheinigt jedem nach der ersten Fahrt, dass er in den Kreis der Ballonfahrer aufgenommen ist.

Reisen mit dem Wind ist ein unvergessliches Erlebnis. Die Heißluftballone von Georg Reifferscheid starten im Taubertal bei Detwang und landen nach einer Fahrt von etwa eineinhalb Stunden über die Täler, Wälder, Felder und Dörfer des Rothenburger Landes dort, wo sie vom Wind hingetrieben werden. Wie eine Spielzeugstadt wirkt Rothenburg o. d. T. aus dem Blickwinkel des Ballonfahrers. Während der Sommermonate herrschen die günstigsten Wetterbedingungen für Ballonfahrten direkt nach Sonnenaufgang oder etwa zwei Stunden vor Sonnenuntergang, in den Wintermonaten sind sie ganztägig möglich. Von der Startvorbereitung über die Reise durch die Lüfte, Landung, Taufe und Rückkehr zum Startpunkt dauert das Abenteuer drei bis vier Stunden. Für den Start bläst ein Ventilator kalte Luft in den Ballon mit einer Nylonhülle von rund 1.200 m². Sie wird dann aufgeheizt. Rund 4.000 m³ warme Luft nimmt die Ballonhülle auf. Neben dem Piloten finden bis zu fünf Passagiere im Korb Platz.

Georg Reifferscheids "Happy Ballooning" ist das erste und damit älteste vom Luftamt Nordbayern genehmigte Luftfahrtunternehmen mit Ballonen (Lizenznummer BY 207). "Heben Sie sanft ab und landen Sie glücklich!", wünscht der erfahrene Fluglehrer seinen Passagieren – auch auf Englisch, denn viele internationale Besucher sind unter ihnen.