Glaubensweg: Vier Feldsteine als christliche Symbole

Der Glaubensweg verbindet auf einer Strecke von 16,5 km landkreis- und dekanatsübergreifend die Kommunen Adelshofen, Ohrenbach und Langensteinach-Kleinharbach aus dem Bereich der Stadt Uffenheim bzw. die vier Pfarreien Ohrenbach, Oberscheckenbach, Großharbach und Langensteinach/Reichardsroth.

Auf dem Pilger- und Meditationsweg markieren vier Flursteine die christlichen Symbole Geschaffen, Leiden, Erlösung und Versöhnung. Sie stehen für Weihnachten, Karfreitag, Ostern und Pfingsten. Die über drei Meter hohen Symbolsteine hat der Bildhauer Otmar Kleindienst aus fränkischem Muschelkalk geschaffen. Zugrunde liegt eine Konzeption der Pfarrer Joachim Pennig (Langensteinach) und Dr. Jürgen Denker (Ohrenbach), die dann von den Ortsgeistlichen Hans Gernert und Karl-Heinz Gisbertz gemeinsam mit Bürgermeister Robert Karr – er ist auch Mitglied der evangelischen Landessynode – umgesetzt wurde. Am 22. September 1996 wurde der Glaubensweg zum Abschluss der Flurbereinigungsverfahren eingeweiht.

Für Einzelreisende und Gruppen hat sich der Glaubensweg seither zu einem beliebten Ziel von Besinnung, innerer Einkehr und christlicher Meditation entwickelt. Die Strecke kann zu Fuß oder per Fahrrad bewältigt werden, die Stationen sind auch mit Pkw und Bus einfach zu erreichen. Als sinnvollster Ausgangspunkt wird Reichardsroth empfohlen. Die erste Station "Geschaffen" liegt zwischen Reichardsroth und Gailshofen am so genannten "Armenruhacker", an dem bei der Flurbereinigung zwei Biotope angelegt wurden. Die zweite Station "Leiden" befindet sich zwischen Oberscheckenbach und Ohrenbach und erinnert zugleich an den Bauernaufstand in der Landwehr von 1525. Die dritte Station "Erlösung" wurde nördlich von Großharbach errichtet, zwischen Kleinharbach und Langensteinach liegt der vierte Flurstein "Versöhnung" an einem alten Kirchenweg zwischen den Orten. Der Weg und seine Stationen sind durch eine schwarze Taube auf gelben Holztafeln markiert.

Bürgermeister Robert Karr erklärt Sinn und Absicht des Glaubenswegs: "Der Weg will herausführen aus dem Gewohnten und Zeit zur Besinnung ermöglichen. Unsere Zeit verlangt nach Versöhnung mit dem eigenen Leben, mit der Schöpfung, mit Gott und den Mitmenschen. Durch die vier Flursteine wird der christliche Glaube, der in diesem Raum stark verwurzelt ist, zum Ausdruck gebracht. Der Glaubensweg ist eine Einladung, sich aufzumachen und dem Glaubensbekenntnis der Christen nachzugehen."